Der Förderunterricht Mathematik erfolgt in der Jahrgangsstufe 5 mit zwei Wochenstunden. Die Klassen werden dazu in Kleingruppen aufgeteilt, in denen die Schüler differenziert gefördert werden. Dafür ist es erforderlich, dass die bereits vorhandenen mathematischen Kompetenzen zuvor mit Hilfe eines Tests diagnostiziert werden.

Der Förderunterricht in der Klasse 5 an unserer Schule wird wissenschaftlich von der TU-Dortmund (Fakultät Rehabilitationswissenschaften) begleitet.

Die Kinder bringen aus der Grundschulzeit häufig große Schwierigkeiten im Fach Mathematik mit. Die Aufgabe des Förderunterrichts in der Klasse 5 ist deshalb das Schließen von Lücken aus den vergangenen Schuljahren. Erst danach kann der aktuelle Stoff verstanden werden.

 

Der Förderunterricht ist so angelegt, dass er insbesondere rechenschwachen Kindern hilft, ihre Schwierigkeiten zu überwinden. Bei vielen rechenschwachen Kindern ist vorrangig die Entwicklung der folgenden Bereiche wichtig:

-      Zahlvorstellungen

-      Handlungsvorstellungen zu Rechenoperationen

-      Effektive Rechenstrategien

Der Zahlenraum bildet die Grundlage für die Erarbeitung von Rechenstrategien. Die Schüler sollen lernen, sich im Zahlenraum zu orientieren und vor allem verinnerlichen dass Zahlen nicht als voneinander unabhängige abstrakte Objekte aufgefasst werden, sondern in Beziehung zueinander stehen. Damit die Schüler die Strukturen des Zahlenraums erkennen können, wird der Zahlenraum mit verschiedenen Hilfsmitteln, z.B. den Mehrsystemblöcken nach Dienes erarbeitet. Das Dienes-Material spiegelt die Zehnerbündelung (Einerwürfel, Zehnerstangen, Hunderterplatten) wieder, und die Kinder können sehr einfach entdecken, dass sich die Dreiergruppierung von Stellen bei größeren Zahlen wiederholen. Die Einer- und Tausenderwürfel, die Zehner- und Zehntausenderstangen sowie die Hunderter- und Hunderttausenderplatten entsprechen einander. Diese Analogie können die Kinder nutzen, wenn sie sich den Zahlenraum bis eine Million erarbeiten.